Kieler Radsport Verein

KRV Frauenteam – Saisonrückblick 2019

Neun Siege und 15 weitere Podiumsplätze – mit einem solchen Saisonergebnis hatten die sieben Frauen des Kieler Radsport Teams bei ihrer Gründung vor einem Jahr nicht gerechnet. „Wir sind alle recht neu im Radsport und hatten am Anfang der Saison keine besonderen Erwartungen an uns“, blickt die Teamkapitänin Jorid Behn zurück. „Für uns steht hauptsächlich der Spaß im Fokus.“

Im Oktober 2018 gründete der Kieler Radsportverein das erste norddeutsche Frauenteam, bei dem alle Fahrerinnen aus einem Verein stammen. Mit dabei sind Viktoria Arndt, Jorid Behn, Annika Kiesow, Sina Knappe, Jenny Lassen, Pia Stender und Svea Wenzel. Gemeinsam überstanden sie den nassen und kalten Winter bis dann im März endlich die Saison startete. „Unser erstes wichtiges Rennen war Ascheffel am letzten Märzwochenende“, so Jorid Behn. „Pia fuhr auf Platz neun, was bei der Konkurrenz ein Spitzenergebnis ist.“

Das nächste große Highlight für die Damen waren dann die Landes- und Nordmeisterschaften im Einzelzeitfahren und im Straßenrennen. „Am ersten Tag gewann Pia, am zweiten ich. Das war einfach unglaublich.“ Auch viele ihrer anderen Ziele konnte das Team erreichen. So gewannen sie zum Beispiel in der Vierer-Staffel das 24-Stunden-Rennen „Rad am Ring“ auf dem Nürburgring. „Das war echt hart, weil es fast die kompletten 24 Stunden geregnet hat und es nachts so neblig war, dass wir keine 50 Meter weit sehen konnten“, berichtete Jenny Lassen.

Die Vielfahrerinnen fuhren bis zu 40 Rennen im Sommer. „Wir sind praktisch jedes Wochenende unterwegs“, sagte Jorid. Doch aufgeregt sei sie trotzdem noch vor jedem Rennen. „Man weiß vorher nie, wie die Rennen ablaufen, was die Konkurrenz plant, ob die eigene Teamtaktik aufgeht oder ob die eigenen Beine mitmachen. Das ist immer aufregend, aber genau das macht den Radsport auch so spannend“, so Jorid Behn.

Auch in der Bundesliga konnten sich die Mädels immer besser behaupten. Das letzte Rennen in Sebnitz beendete Jorid Behn mit Platz 13. „In diesem Jahr sind wir nicht viele Bundesliga-Rennen gefahren, da die häufig irgendwo in Süddeutschland sind“, erzählte Jorid Behn. „Doch in der nächsten Saison wollen wir sie öfter fahren und die weite Anfahrt dann durch ein schönes Wochenende kompensieren“, fügte Pia Stender mit einem Lächeln hinzu. Schließlich hat man an den Wochenenden auch Zeit für nette Teamabende und auch die Gegenden, in denen die Rennen veranstaltet werden, böten sich super für schöne Trainingsausfahrten an. Unterstützen wird sie dabei der Neuzugang Meret Jannsen.

Von Webmaster am 06.01.2020
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